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Kirche zum hl. Blut

Der Ursprung der Kirche zum hl. Blut geht auf das Jahr 1294 zurück.

1329 erhob der Würzburger Bischof Wolfram von Grumbach die einfachen Pfründe zur Pfarrstelle mit eigenem Haus und reichlichen Einkünften. Sehenswert der Hochaltar mit dem neugotischen Aufbau (1892). Die Kreuzigungsgruppe, einst Teil des gotischen Apostelaltares, wird der Riemenschneiderschule zugeschrieben.

Stadtpfarrkirche St. Veit

An der Stelle der heutigen Stadtpfarrkirche stand schon zur Zeit der Stadterhebung (1293) eine dem hl. Vitus geweihte Kapelle. 200 Jahre bauten die Iphöfer Bürger an dieser Kirche, (von 1414 – 1612) die eigentlich ihre Kräfte überforderte (bei etwa 1800 Einwohnern). Aber trotz der langen Bauzeit, in der sich der Stil von der Spätgotik, über die Renaissance zum frühen Barock wandelte, ist ein einheitlich wirkender, großartiger Kirchenraum entstanden, der sicher zu den schönsten in Franken zählt. Kostbarster Besitz der Kirche ist neben dem eigenhändigen Werk von Tilmann Riemenschneider (Johannes der Evangelist), die ursprüngliche Chorverglasung aus dem 15. Jh. und die aus Lindenholz geschnitzte „Schöne Madonna von Iphofen“. Der Hauptaltar mit einem prunkvollen, frühbarocken Aufbau in Schwarz und Gold zeigt auf dem Altarbild das Martyrium des St. Veit, des Patrons der Kirche.

Marktplatz mit Marienbrunnen

Der Marienbrunnen, früher kommunikativer Mittelpunkt der Stadt, wird gekrönt von einer barocken Marienfigur. Hier traf man sich, um Tiere zu tränken, Wasser für den Hausgebrauch zu holen oder um Neuigkeiten auszutauschen. Seit der Erteilung der Stadtrechte wurden auf dem Marktplatz regelmäßig Märkte abgehalten, eine Tradition, die man heute wieder zu beleben sucht (Martini-Markt, Weihnachtsmarkt). Hier findet auch jährlich am zweiten Wochenende im Juli das Iphöfer Winzerfest statt.

 

Barockes Rathaus

Das großartige, aufwändig gestaltetes Palais wurde 1716 – 1718 von Baumeister Josef Greising errichtet. Eine doppelläufige Treppe, das prachtvolle Portal mit dem fürstbischöflichen Wappen, die Dachreiter und die kunstvoll gestalteten Wasserspeier unterstreichen den repräsentativen Charakter des Gebäudes. Rechts und links der Treppe befinden sich zwei Schandhäuslein oder „Hundslöchli“ (anstelle eines Prangers) zur Bestrafung bei kleineren Vergehen.